Studiengang Bioinformatik B.Sc.
Der Studiengang Bioinformatik wird seit dem Wintersemester 2006 / 2007 mit dem Abschluss Bachelor of Science (B. Sc.) angeboten. Ab 2010 ist erstmals auch eine Einschreibung zum Sommersemester möglich.
Der Studiengang wurde 2006 erfolgreich durch die ASIIN akkreditiert.
Nach dem Bachelorstudium ist an der FH Bingen ein Übergang in den Masterstudiengang Informationssysteme (M. Sc.) möglich.
In unserem Flyer (PDF) haben wir alle Informationen kompakt für Sie zusammengefasst.
Was ist Bioinformatik?
Die Bioinformatik ist ein stark interdisziplinäres Fachgebiet, in dem Methoden aus der Informatik und Mathematik zur Analyse molekularbiologischer, genetischer, biotechnologischer, biochemischer und medizinischer Daten genutzt werden. Die heute in den Laboren produzierten Datenmengen (z.B. durch neue Sequenziertechniken oder Diagnoseverfahren) müssen dabei z.B. in geeigneter Weise dauerhaft gespeichert (Datenbanken), kategorisiert (Ontologien), analysiert (Algorithmen und Software), bewertet (Statistik) und in geeigneter Weise wieder präsentiert (Visualisierung, Web-Technologien) werden. Im Mittelpunkt steht dabei meist eine konkrete Fragestellung aus den Lebenswissenchaften, deren Beantwortung nicht nur experimentelle Arbeit im Labor sondern auch am Computer erfordert.
Die Bioinformatik befasst sich mit:
- der Entwicklung von Algorithmen,
- der Entwicklung und Nutzung von Software,
- der Datenhaltung und dem Entwurf von Datenbanken,
- der Vorhersage und
- der Simulation biologischer Prozesse,
- der Visualisierung,
- der statistische Bewertung,
- der Bildverarbeitung
- usw.
und umfasst die Themengebiete:
- Sequenzanalyse
- biologische Datenbanken
- vergleichende Genomik / Stammbaumanalyse
- Strukturanalyse
- Proteomik
- Entwurf und Analyse von Microarrays
- Metabolische Netzwerke
- Regulatorische Netzwerke
- usw.
Die Bioinformatik ist noch immer ein in der Öffentlichkeit eher unbekanntes Fachgebiet. Ihre zunehmende Relevanz in der Biologie, Biotechnologie, Medizin, Pharmaforschung etc. lässt jedoch hoffen, dass sich dies in Zukunft ändern wird.
Warum Bioinformatik an der FH Bingen studieren?
Die FH Bingen bietet ihren Studierenden eine
- anwendungsorientierte
- praxisnahe
- berufsbezogene
- wissenschaftlich fundierte
Studienumgebung in einer modern ausgestatteten Hochschule.
Lehrveranstaltungen finden in kleinen Gruppen statt, die eine individuelle und persönliche Betreuung der Studierenden ermöglichen. Die flache Hierarchie der Hochschule bindet die Studierenden frühzeitig in aktuelle Themengebiete ein. Projektphase und Bachelorarbeit finden außerhalb der Hochschule statt, so dass die Studierenden bei Beendigung des Studiums bereits klare Vorstellungen von ihrem zukünftigen Berufsfeld haben.
Um den heutigen Anforderungen in Forschung und Entwicklung gerecht werden zu können, besuchen unsere Studierenden im Pflichtfachbereich zu etwa gleichen Teilen Veranstaltungen aus der Informatik und Mathematik auf der einen Seite und aus den Lebenswissenschaften auf der anderen Seite. Die Verbindung zwischen den Fachgebieten wird durch Veranstaltungen in der Bioinformatik geschaffen. Im Wahlpflichtbereich können die Studierenden dann individuell ihre Schwerpunkte setzen.
Berufsaussichten
Der Bedarf an qualifizierten Bioinformatikern in Industrie und Forschung ist bereits jetzt nur schwer zu decken und wird in Zukunft weiter steigen. Die fachübergreifende Struktur des Studiengangs spiegelt sich in den Kompetenzen der Studierenden wider. So reicht die Bandbreite der Arbeitsfelder der Absolventen von reinen Softwarefirmen bis zur molekularbiologischen und klinischen Forschung. Gerade diese Interdisziplinarität macht die Stärke der Bioinformatik-Absolventen in der Praxis aus.
Arbeitsplätze finden sie in:
- biotechnologischen Firmen
- Pharmafirmen
- chemischer Entwicklung
- biochemischer Industrie
- Lebensmittelfirmen
- der Softwareentwicklung
- Kliniken
- Laboren
- Ämtern
- Forschungsinstituten
- usw.
Fragen und Antworten zur (Bio)Informatik
Die folgenden Fragen wurden von Studierenden der Informatik im Rahmen eines Multimediaprojektes an Prof. Dr. Antje Krause gestellt. Hören Sie ihre Antworten:
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